Stücke

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GEORG FRIEDRICH HÄNDELS AUFERSTEHUNG

Novelle aus "Sternstunden der Menschheit" von Stefan Zweig

Literarisch-musikalische Collage von Peter M. Wolko mit Musik von G. F. Händel und Zeitgenossen für Trompete und Cembalo       

In „Sternstunden der Menschheit“, zwölf 1945 erschienenen historischen Miniaturen, apostrophiert Zweig die Geschichte als „die größte Dichterin und Darstellerin aller Zeiten“. In einem psychologisch dichtem, novellistisch gestrafften, Stil zeichnet er ihre dramatisch geballten, schicksalsträchtigen Stunden nach – Sternstunden, die über Jahrzehnte und Jahr-hunderte entschieden. In der Musiknovelle „Georg Friedrich Händels Auferstehung“, die sich mit der Entstehung des Oratoriums „Der Messias“ befasst, versucht er, das Unbegreifliche des schöpferischen Augenblicks darstellbar zu machen, wobei der besondere Reiz der Prosadichtung in der Verbindung von sprachlichen, musikalischen und theologischen Motiven liegt.

Georg Friedrich Händel (1685-1759), der neben Bach bedeutendste Komponist des Barockzeitalters, schuf 1772 in drei Wochen sein bekanntestes Werk und bedeutendes Oratoriums „Der Messias“ mit einer Darstellung des Lebens Jesu. Peter M. Wolko hat aus der Novelle eine literarisch-musikalische Collage geschaffen, die mit Musik von G. F. Händel und Zeitgenossen für Trompete und Cembalo musikalisch umrahmt wird.

In der szenischen Einrichtung von Peter M. Wolko verkörpern Ulrike Wolko, Michael Casper-Müller und Marcel Seekircher die Figuren der Novelle, musikalisch umrahmt von Wilhelm Brabletz (Trompete) und Volker Rabus (Cembalo).

WA-Premiere: 20. Oktober 2018, 19 Uhr im Ökumenischen Gemeindezentrum Karlsruhe-Oberreut 

Vorstellung: 28. November 2018, 19 Uhr im A & S Bücherland, Karlsruhe-Oststadt

 

SIMONE & SARTRE

Literarisch-musikalische Soiree von Peter M. Wolko nach dem Roman "Die Kunst der Nähe" von Walther van Rossum

Vor 89 Jahren schlossen Simone de Beauvoir und Jean-Paul Sartre in Paris ihren legendären „Pakt“: Das antibürgerliche Beziehungsexperiment zweier gleichberechtigter Partner, die stets für andere Erfahrungen offen bleiben, sich aber immer die Wahrheit sagen wollen. Eine einzigartige Freundschaft voller Höhen und Tiefen, nicht ohne Kompromisse und nicht selten auf Kosten „Dritter“. Sartre und de Beauvoir waren zwei gegensätzliche Temperamente und kongeniale Geister, die sich ideal in ihrer radikalen Auflehnung gegen das bürgerliche Milieu ihrer Herkunft und ebenso in ihrem Drang nach Freiheit und Autonomie ergänzten. Mit ihren Büchern, Reden und Aktionen prägten sie das Denken und Handeln des letzten Jahrhunderts: Existentialismus und Feminismus. Ihre Liebe und Verbindung ohne Treuepflicht wurde für mehrere Generationen zu einem Modell der „freien Liebe“ schlechthin und galt als Musterbeispiel einer modernen Zweierbeziehung.

Mit dieser Produktion setzen wir unsere neue Reihe „Starke Frauen der Literaturgeschichte“ fort, innerhalb der wir in loser Folge bedeutende Frauengestalten auf der Bühne vorstellen. In der szenischen Einrichtung von Peter M. Wolko und der Musik von Julian Heinzel verkörpern Ulrike Wolko und Michael Casper-Müller das kongeniale Autorenpaar.

 

WA-Premiere: 11. November 2018, 19 Uhr im A & S Bücherland, Karlsruhe-Oststadt

 

OHNE KATIA GING NICHTS IM HAUSE VON THOMAS MANN

Literarisch-musikalische Collage von Peter M. Wolko mit Briefen von Katja, Thomas, Erika und Klaus Mann

sowie Texten von Tilman Lahme, Holger Pils und Kerstin Klein sowie Inge und Walter Jens

und Musik der zwanziger Jahre für Trompete    

 

Thomas Mann war in sein Werk vertieft. Seine Frau Katia kümmerte sich um alles. Sie rät und ermutigt, schickt Geld und scharfe Worte – ihre sechs Kinder, vor allem Erika und Klaus, suchen ihren Platz in der weiten Welt, in der sie vor Hitler fliehen mussten. Ihre Briefe erzählen vom politischen Kampf und vom Schreiben, von Unglück und Drogen, von Eifersucht und Liebe. In den zum großen Teil unbekannten Briefen treten die einzelnen Persönlichkeiten besonders deutlich hervor und verbinden sich zu einem facettenreichen Familienportrait. Außerdem gewähren sie einen Einblick in den turbulenten Familienalltag der Manns sowie in den Literaturbetrieb und die Zeitgeschichte.

Unsere Briefauswahl beschränkt sich auf die sogenannten Deutschen Jahre im Zeitraum von 1920 bis 1933, als das Ehepaar Katja und Thomas Mann aus Deutschland emigrierte und in Küsnacht bei Zürich eine Wohnung bezog sowie die Jahre des Schweizer Exils bis 1938. "Maßgeblich für die Auswahl der Briefe war ihr Inhalt, ihre Stimmen- und Themenvielfalt, der familienbiographische Neuigkeitswert, die zeitgeschichtliche Bedeutung und die Bezüge zu den Werken der Familienmitglieder". Die Briefe sind dem Familienportrait "Die Briefe der Manns", ausgewählt, herausgegeben und umsichtig kommentiert von Tilmann Lahme, Holger Pils und Kerstin Klein. Außerdem verwenden wir Zitate aus der Biographie "Frau Thomas Mann - Das Leben der Katharina Pringsheim" von Inge und Walter Jens.

Die Produktion ist eine weitere Fortsetzung unserer Reihe "Starke Frauen der Literaturgeschichte". In der szenischen Einrichtung von Peter M. Wolko verkörpern Ulrike Wolko, Michael Casper-Müller und Marcel Seekircher die Figuren der schreibenden Familie Mann, musikalisch umrahmt von Wilhelm Brabletz (Trompete). 

 

Premiere (Uraufführung): Mitte März 2019, 19 Uhr im A & S Bücherland, Karlsruhe-Oststadt